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Restaurierung von Keramik

Seit dem Abschluss der Grabungsarbeiten in der Königstraße 17 widmen wir uns der Nachbereitung. Eine der zeitaufwändigen Arbeitsabfolgen stellt sich so dar:

  1. Funde waschen - Hierbei sind Funde gesondert zu reinigen, die durch Reaktion mit Wasser Schaden nehmen können (z.B.: Eisenteile oder empfindliche, poröse Materialien)
  2. Funde beschriften - Es gibt hierzu je nach Material verschiedene Techniken. Gewisse Institutionen haben einen zeitsparenden Laser. Wir müssen jedes Teil mit der Hand beschriften und die Oberfläche vorbereiten.
  3. Funde rekonstruieren - Klassisches Beispiel ist das Zusammensetzen tönerner Objekte.

Zwei Punkte sind von Bedeutung. Die Vorbereitung beginnt bereits vor der Grabung und zieht sich durch diese. Das bedeutet, dass mit der Entscheidung, wo eine Sondage gezogen werden soll, auch ein Verlust an Rekonstruktionsmaterial festgelegt wird. Somit können später bspw. Gefäße nicht mehr vollständig zusammengesetzt werden. Als Nächstes ist das disziplinierte Auflesen auch kleinster Funde zu würdigen. Je genauer hingesehen wird, trotz knapper Zeit, desto befriedigender wird das Rekonstruktionsergebnis am Ende sein.

Zweitens ist jeder oben genannte Arbeitsschritt abhängig vom Fundumfang zeitintensiv und birgt eine unvermeidliche Monotonie. Von daher ist Unterhaltung mit den Kolleginnen und Kollegen sehr willkommen. Eifer bedarf es beim Zusammensetzen von Keramikscherben, insbesondere, wenn diese sehr kleinteilig zerschlagen sind und in großer Zahl aufgelesen wurden.

Bilder

Drei verschiedene Ofenkacheln im Rekonstruktionsprozess

Innenansicht einer Ofenkachel

Außenansicht einer Ofenkachel